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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Evangelische u. Katholische Religion: Das Judentum „richtig“ kennenlernen im Religionsunterricht
Nr.
KGÖ.NLF20.10.05
Dauer
Tagesveranstaltung
Anfang
10.03.2020 , 10:00 Uhr
Ende
10.03.2020 , 17:00 Uhr
Anmeldeschluss
25.02.2020
max. Teilnehmer
60
min. Teilnehmer
12
Kosten
10,-
Adressaten
Lehrkräfte des Faches Ev.Religion am Gymnasien und Gesamtschulen. Katholische Kolleginnen und Kollegen sind ebenfalls herzlich willkommen.
Beschreibung
„In Filmen sind Rabbiner immer ältere, weise Herren im schwarzen Gewand mit grauem, fast schon weißem Bart. Ihre Augen strahlen Traurigkeit und geheimes Wissen über Gott und die Welt aus. Der Rabbiner vor uns trägt eine ausgebeulte Jeans, hat einen Dreitagebart und den Blick eines gestressten Büroangestellten“, schreibt Lena Gorelik, eine jüdische Autorin in ihrem Roman Hochzeit in Jerusalem. Am Ende der Szene verabschiedet man sich von dem Rabbiner mit „Schalom!“, der aber antwortet schlicht „Tschüss!“
In diesem Zitat wird etwas deutlich, was auch uns Religionslehrkräften beim Unterrichten des Themas „Judentum“ ständig vor Augen steht: Bringen wir den Schülerinnen und Schülern eigentlich bei, wie Juden wirklich leben und denken, oder zeichnen wir nicht vielmehr gelegentlich eine Art Karikatur? Diese Verlegenheit ist nur eine von vielen, in die man stürzen kann, wenn man das Thema unterrichtet: Was können Kinder im 5./6. Jahrgang eigentlich schon sinnvoller Weise übers Judentum lernen? Wie kann man im Jahrgang 9/10 der Falle entgehen, dass die Sch. beim Thema „Judentum“ innerlich aufstöhnen „Nicht schon wieder Nationalsozialismus“? Wie kann man in der Oberstufe bei Fragen des Interreligiösen Dialoges Plattitüden vermeiden („Alle sollten nett miteinander reden!“), wie kann man aktuelle jüdische Stimmen zu Gehör bringen, wie kann man klug unterscheiden zwischen Solidarität mit Juden weltweit und „möglicher Kritik an der Politik des Staates Israel“, und wie kann man vermeiden, dass bereits diese bloße Unterscheidung als antisemitisch wahrgenommen wird?
Zielsetzung
Professor Dr. Bernd Schröder, der nicht nur Religionspädagoge ist, sondern in Berlin und Jerusalem auch Judaistik studiert und darin sogar promoviert hat, wird uns in seinem Grundsatzvortrag am Vormittag seine fachlichen und didaktischen Überlegungen zum Thema vorstellen. Am Nachmittag werden wir uns arbeitsteilig in unterrichtspraktischen Workshops mit Möglichkeiten der Unterrichtspraxis auseinandersetzen. Dabei soll es sowohl um konkrete Unterrichtsarrangements, wie auch um mögliche Dialogmöglichkeiten vor Ort, oder auch um interreligiöses Lernen mit Literarischen Texten (wie z.B. mit dem oben genannten Roman) gehen.
Schulform

Gymnasium,

Gymnasium Sek I,

Gymnasium Sek II,

Integrierte Gesamtschule,

Integrierte Gesamtschule Sek I,

Integrierte Gesamtschule Sek II,

Kooperative Gesamtschule,

Kooperative Gesamtschule Sek I,

Kooperative Gesamtschule Sek II

Veranstalter
Kompetenzzentrum Universität Göttingen - Netzwerk Lehrkräftefortbildungi
verantwortlich
Veranstaltungsteam
Dr. Johannes Kubik (Leitung)

Anmeldung nicht möglich: Der Anmeldeschluss ist schon vorbei

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